Work Life Balance ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit für nachhaltige Leistungsfähigkeit. Wer dauerhaft über seine Grenzen hinaus arbeitet, zahlt laut Suva früher oder später den Preis in Form von Erschöpfung, gesundheitlichen Problemen oder beschädigten Beziehungen. Die gute Nachricht ist, dass jeder Einfluss auf seine Balance nehmen kann, auch wenn die äusseren Umstände nicht immer ideal sind.

Was Balance wirklich bedeutet

Balance bedeutet nicht, dass Arbeit und Freizeit exakt gleich viel Zeit beanspruchen. Es geht vielmehr darum, in allen wichtigen Lebensbereichen präsent zu sein und Energie zu haben. Manche Phasen erfordern mehr berufliches Engagement, andere mehr Zeit für Familie oder persönliche Regeneration. Die Kunst liegt darin, diese Phasen bewusst zu gestalten und den Ausgleich nicht dauerhaft aufzuschieben.

Der Mythos der perfekten Balance

Es gibt keine perfekte Formel für Work Life Balance. Was für eine Person funktioniert, muss für eine andere nicht passen. Wichtig ist, die eigenen Bedürfnisse zu kennen und regelmässig zu überprüfen, ob das aktuelle Leben diesen entspricht.

Praktische Strategien für mehr Ausgleich

Der erste Schritt ist oft der schwierigste: Grenzen setzen. In einer Arbeitskultur, die Dauererreichbarkeit glorifiziert, braucht es Mut, Nein zu sagen. Doch genau dieses Nein ermöglicht erst ein echtes Ja zu den Dingen, die wirklich wichtig sind. Bei anhaltenden Schwierigkeiten kann professionelle Unterstützung helfen, neue Perspektiven zu entwickeln.

Feste Feierabendzeiten

Definieren Sie einen Zeitpunkt, ab dem Sie keine beruflichen Nachrichten mehr lesen. Das Gehirn braucht Pausen zur Regeneration.

Termine für sich selbst

Tragen Sie Sport, Hobbys und Familienzeit als feste Termine ein. Was im Kalender steht, findet eher statt.

Prioritäten überprüfen

Fragen Sie sich regelmässig: Sind die Dinge, für die ich Zeit aufwende, wirklich die wichtigsten?

Die Rolle des Arbeitgebers

Auch Unternehmen tragen Verantwortung für die Work Life Balance ihrer Mitarbeitenden. Flexible Arbeitszeiten, Homeoffice Möglichkeiten und eine Kultur, die Erholung respektiert, sind wichtige Rahmenbedingungen. Führungskräfte sollten selbst als Vorbild dienen und zeigen, dass man auch ohne permanente Überstunden erfolgreich sein kann.

Sprechen Sie das Thema in Ihrem Unternehmen an. Oft sind Führungskräfte dankbar für Feedback und wissen nicht, wie die Arbeitsbelastung bei ihren Mitarbeitenden tatsächlich ankommt. Ein offenes Gespräch kann der Anfang für positive Veränderungen sein.

Zurück ins Gleichgewicht

Wenn die Balance verloren gegangen ist, kann Unterstützung helfen.

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