Remote Arbeit ist gekommen um zu bleiben. Viele Unternehmen bieten heute hybride Modelle an, manche arbeiten komplett dezentral. Das stellt Führungskräfte vor neue Herausforderungen: Wie baut man Vertrauen auf, wenn man sich selten persönlich sieht? Wie erkennt man Überlastung oder Konflikte aus der Ferne? Wie hält man ein Team zusammen, das an verschiedenen Orten arbeitet?

Vertrauen ist die Basis

In der Remote Führung ist Vertrauen noch wichtiger als bei physischer Präsenz. Sie können nicht ständig kontrollieren, was Ihre Mitarbeitenden tun. Das ist aber kein Nachteil, sondern eine Chance. Wer von Kontrolle zu Vertrauen wechselt, ermöglicht oft mehr Eigenverantwortung und bessere Ergebnisse.

Der Vertrauensvorschuss

Beginnen Sie mit der Annahme, dass Ihre Mitarbeitenden engagiert arbeiten wollen. Wer ständig kontrolliert, signalisiert Misstrauen und demotiviert selbst die besten Leute. Vertrauen schafft Verantwortung.

Strukturen schaffen

Remote Teams brauchen klare Strukturen, um gut zu funktionieren. Dazu gehören verbindliche Kommunikationskanäle, regelmässige Meetings und transparente Prozesse. Wenn jeder weiss, wo Informationen zu finden sind und wie Entscheidungen getroffen werden, funktioniert die Zusammenarbeit auch ohne ständigen persönlichen Kontakt.

Regelmässige Check-ins

Kurze tägliche oder wöchentliche Abstimmungen halten alle auf dem Laufenden und ermöglichen frühe Problemerkennung.

Video statt nur Audio

Mimik und Gestik transportieren wichtige Informationen. Bei wichtigen Gesprächen sollte die Kamera an sein.

Dokumentation

Alles Wichtige schriftlich festhalten. Was nicht dokumentiert ist, geht im Remote Setting schnell verloren.

Virtuelle Kaffeeküche

Informeller Austausch fehlt im Homeoffice. Schaffen Sie bewusst Räume für Gespräche jenseits von Aufgaben.

Auf Wohlbefinden achten

Im Homeoffice verschwimmen die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben. Manche arbeiten zu viel, weil der natürliche Feierabend fehlt. Andere fühlen sich isoliert. Als Führungskraft sollten Sie aktiv nachfragen, wie es Ihren Mitarbeitenden geht – die Kampagne «Wie geht's dir?» bietet dafür hilfreiche Impulse – und Anzeichen von Überlastung ernst nehmen. Bei Bedarf kann professionelle Unterstützung helfen.

Ermutigen Sie zu klaren Arbeitszeiten und Pausen. Seien Sie selbst Vorbild, indem Sie nicht abends um 22 Uhr noch E-Mails verschicken. Respektieren Sie die Grenzen Ihrer Mitarbeitenden und zeigen Sie, dass Erholung wichtig ist für nachhaltige Leistung.

Führung auf Distanz meistern

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